In den vergangenen Wochen ist auf den Shift-Plattformen einiges dazugekommen: Themengruppen, erste Bench-Learning-Programme und seit Anfang Oktober ein KI-Assistent in einer Beta-Version. Je mehr Bausteine es gibt, desto öfter werden wir gefragt, was sie eigentlich zusammenhält. Auch intern haben wir uns diese Frage gestellt und unsere Mission neu formuliert:

Die Shift-Plattformen unterstützen Verantwortliche dabei, Transformationsprojekte voranzubringen: mit Wissen, Orientierung, Austausch, Kompetenzaufbau und fachlicher Projektunterstützung.

Der Satz ist knapp. Deshalb erklären wir hier, was wir mit den fünf Begriffen meinen und wo wir jeweils stehen.

Wissen und Orientierung: das, was wir seit Jahren tun

Seit 2006 organisieren wir Veranstaltungen zum Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Aus den Sessions entsteht ein Bestand an Aufzeichnungen und Fachbeiträgen, der mit dem Start der neuen Plattform im Januar an einem Ort zusammengekommen ist. Neu ist der KI-Assistent, dem man Fragen in eigenen Worten stellen kann. Er antwortet aus den Inhalten der jeweiligen Plattform und nennt die Quellen, auf die er sich stützt. Es ist eine erste Beta-Version, und Antworten können Fehler enthalten.

Orientierung ist der Teil, der sich schlechter in Funktionen fassen lässt. Gemeint ist die Einordnung: welche Entwicklungen in CX, HR, Finance, Work und MarKom gerade wichtig werden, welche Fragen dahinter stehen und wo die Diskussion steht. Das leisten vor allem die Programme unserer Konferenzen und die redaktionellen Beiträge in den Fachblogs.

Austausch und Kompetenzaufbau: dranbleiben zwischen den Terminen

Ein Konferenztag gibt Impulse, die eigentliche Arbeit beginnt danach. In den Themengruppen gehen Diskussionen aus den Events weiter, jede Gruppe wird moderiert. Für den Kompetenzaufbau gibt es Lernpfade, offene Lernzirkel und Bench Learning, bei dem eine feste Gruppe über mehrere Termine an ihren eigenen Projekten arbeitet. Wie wir zu diesen Formaten gekommen sind, haben wir im Sommer beschrieben.

Ob die Gruppen tragen, wissen wir noch nicht. Manche sind lebendig, andere warten auf den ersten Anlass. Das gehört zum Ausprobieren dazu.

Fachliche Projektunterstützung, und was wir damit nicht meinen

Der fünfte Begriff ist neu dazugekommen und braucht mehr Erklärung als die anderen. Fachverantwortliche kommen selten mit einer abstrakten Wissensfrage zu uns. Sie stecken in einem Vorhaben, etwa der Einführung eines Skill-Modells, der Neuordnung von Journey-Verantwortung oder der Automatisierung im Closing, und wollen wissen, wie sie weiterkommen. Dabei wollen wir helfen: mit Collections, in denen sich Material zu einem Projektthema sammeln und mit Kolleginnen und Kollegen teilen lässt, mit dem Assistenten und mit strukturierten Standortbestimmungen zum Projektstand, an denen wir gerade arbeiten.

Genauso wichtig ist uns, was fachliche Projektunterstützung nicht heißt:

  • Shift wird keine Projektmanagement-Plattform. Aufgaben, Zeitpläne und Ressourcen gehören in die Werkzeuge, die Organisationen dafür schon haben.
  • Wir geben keine automatisierten Beratungs- oder Maßnahmenempfehlungen. Was eine Organisation tut, entscheidet sie selbst.
  • Wir empfehlen keine Anbieter. Partner bringen ihr Wissen ein und gestalten Themen mit, gekennzeichnet und redaktionell eingeordnet.

Die Grenze zwischen Unterstützung und Beratung ist nicht immer scharf. Wir werden sie an Einzelfällen immer wieder neu ziehen müssen und rechnen damit, dabei auch Fehler zu machen.

Warum wir das aufschreiben

Die Mission ist für uns vor allem ein Maßstab. Jede neue Funktion und jedes neue Format muss sich daran messen lassen, ob es auf mindestens einen der fünf Bereiche einzahlt. Sie knüpft an den Wissenskreislauf an, den wir im September beschrieben haben, und an das Zielbild einer Wissensplattform von Ende 2024.

Wir sind noch nicht am Ziel, und nicht jeder der fünf Begriffe ist heute gleich gut eingelöst. Wenn Ihr die Plattform nutzt und merkt, dass einer davon fehlt oder zu kurz kommt, sagt es uns. Danke an alle, die mit ihren Fragen und Erfahrungen dazu beigetragen haben, dass wir diese Sätze so formulieren konnten.